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Plotten: 7 TIPPS für die Schauplätze deines Romans

Plotten: 7 TIPPS für die Schauplätze deines Romans

Du möchtest deine Schauplätze anschaulich und detailreich beschreiben? Wie viele Schauplätze sollte ich für meinen Roman einplanen? Was brauche ich, um meinen Schauplatz zu beschreiben? Wir haben 7 TIPPS für dich!

Was sind Schauplätze? Welche Rolle spielen sie in deinem Roman?

Ein Schauplatz beschreibt in der Regel, den Platz, der in einer Szene deiner Geschichte „zur Schau gestellt wird“. Dazu gehört:

  • die Kameraperspektive (Wie und von wo aus SCHAUEN die Leser*innen auf den beschriebenen Platz?
  • der Ort (also die Geografie, wo genau befinden wir uns?)
  • der Raum/das Setting (das meint die Stimmung, die Begebenheiten, die Aura, das Milieu)
  • die Regeln des Schauplatzes (Was ist an diesem Schauplatz Raum architektonisch und physisch möglich? Der Schauplatz Weltraum gibt z.B. einen schwebenden Zustand her, Der Schauplatz Wohnung gibt einen begrenzteren Raum an Möglichkeiten her. Hier kann man in der Regel z.B. kein Auto fahren, aber Unterhaltungen wären möglich!)
  • Die Zeit (Wann befinden wir uns an diesem Schauplatz und welche Rolle spielt die Zeit)

Oftmals werden die Begriffe Schauplatz, Raum, Ort synonym benutzt. Wir erkennen zwischen diesen Begriffen die oben genannten Unterschiede in der Definition. Dein Schauplatz ist in deinem Roman deshalb so wichtig, weil er mit seinen Regeln, dem Setting, dem Ort und der Perspektive darüber bestimmt, was geschieht. Es gibt für bestimmte Szenen günstige und eben eher unpraktische Schauplätze. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die Szene und der Schauplatz zusammen passen. Ein überspitztes Beispiel: Der Schauplatz „Diskothek am Samstagabend“ lässt die Szene einer Meditation eher nicht gut zu.

Deine Schauplätze – was brauchst du?

Schauplätze

Um deine Schauplätze gut zu gestalten, solltest du dir ein paar Gedanken zu diesen machen. Was brauchst du, um einen ausführlichen Schauplatz für deinen Roman zu beschreiben?

  • Ein Gefühl für den Ort: Wie fühlst du dich an diesem Ort? Kennst du deinen Schauplatz vielleicht aus dem richtigen Leben? Wie ist es, dort zu sein?
  • Eine umfassende Architektur: Das meint die Anordnung, die Begebenheiten, die Zusammenstellung der Gegenstände und Objekte am Schauplatz.
  • Details für deinen Schauplatz: Ohne Details würde dein Schauplatz leer und blass wirken. Verleihe ihm ein paar gekonnt platzierte Details (am besten haben diese Details eine bestimmte Funktion).
  • Entscheidungen, die du über diesen Schauplatz zu treffen hast. Wie soll hier was geschehen?

7 TIPPS für die Gestaltung deiner Schauplätze

Gestalte deine Schauplätze dreidimensional: Sie brauchen eine emotionale Ebene, eine architektonische Ebene und eine perspektivische Ebene.

  1. Die emotionale Ebene beschreibt das Setting und die Stimmung deines Schauplatzes: Wie fühlen sich Figuren an diesem Ort? Welche Wirkung hat der Ort? Ein Wiese kann unterschiedliche Stimmungen hervorrufen (hier spiel der Zeitfaktor eine entscheidende Rolle), während eine Wiese mit Gräbern (ein Friedhof) eher eine düsterte Stimmung hervorruft.
  2. Die architektonische Ebene deines Schauplatzes beschreibt alles, was mit dem Ort und der Anordnung der Gegenstände/Möbelstücke/Naturbegebenheiten und räumlichen Details zutun hat.
  3. Die perspektivische Ebene zeigt den Kameraausschnitt, also den Point of View, den deine Leser*innen sehen können. Du möchtest nur eine Seite des Ortes aufzeigen, weil die andere Seite hinderlich oder unnötig ist? Kein Problem, richtete Perspektive so ein, dass nur eine Seite des Ortes gezeigt wird.
  4. Bevorzuge lieber wenige, dafür gut ausgearbeitete Schauplätze, als viele Schauplätze mit wenigen Details. Es wäre irritierend, Leser*innen an viele Schauplätze zu führen und es ist mit viel Aufwand verbunden, jeden neuen Schauplatz en Detail in der Ausführlichkeit zu präsentieren, wie er präsentiert werden sollte.
  5. Lass den Schauplatz sich mit der Handlung entwickeln. Das bedeutet konkret, dass mit jeder Szene ein neuer Gegenstand, ein neues Detail des Schauplatzes gezeigt und dargestellt wird. Zwar sollten die Leser*innen schon zu Beginnt es Buchs ein Bild vom Schauplatz haben, aber so kannst du dieses Bild mit jeder weiteren Szene komplementieren, indem du immer mehr darstellst und den Schauplatz mit der Romanhandlung entwickeln lässt.
  6. Recherchiere gründlich, wenn du deinen Schauplatz nicht „persönlich kennst“. Nutze dafür z.B. Street Views oder Karten.
  7. Schaffe ein authentisches, glaubhaftes Setting. Die Stimmung, Details und Begebenheiten müssen zur Szene passen und aufeinander abgestimmt sein. Nachdem du dein Schauplatz geplant hast, empfiehlt es sich, ihn nochmal auf alle Punkt zu überprüfen. Stelle dir Fragen oder überprüfe das Setting z.B. mit selbstgerechten Checklisten.

Fragen für deine Schauplätze

  • Wie sieht der Schauplatz aus?
  • Wie viele Schauplätze habe ich in meinen Roman gebaut und wie sind diese im Roman aufeinander abgestimmt?
  • Welche Funktion übernimmt mein Schauplatz?
  • Wie viele Personen befinden sich auf mein Schauplatz und ist dies gut durchdacht?
  • Welche Figuren wissen von dem Schauplatz?
  • Wie ist der Schauplatz aufgebaut? Was gibt er her? Was ist der möglich, was unmöglich?
  • Wo befindet sich der Schauplatz konkret?
  • Kenne den Schauplatz auch wirklich gut genug?
  • Welche Erweiterungen oder Kürzungen kann die Architektur und Beschreibung meines Schauplatzes vertragen?

Es empfiehlt sich, Inhalte, Figuren, Szenen und ihre Verbindung in einer Mind-Map, auf ein Whiteboard zu schreiben. So bekommst du eine Übersicht, über die Relationen zwischen deinen Szenen und deinen Figuren und über z.B. deinen Spannungsverlauf.

Hier findest du alles, was du für das Arbeiten mit einem Whiteboard brauchst:Whiteboard

 

5 Methoden und Arbeitsweisen für die Entwicklung deiner Schauplätze

SchauplätzeSo individuell wie deine Arbeitsweise als Autor*in sein kann, so individuell kann auch die Auswahl einer geeigneten Methode sein. Es hängt davon ab, ob du lieber mit Text, Bild- oder sogar Videomaterial arbeitest. Du kannst für die Schauplatzentwicklung alle Medien, die dir helfen, heranziehen. Wie kannst du deinen Schauplatz entwicklen und wie fasst du die Ergebnisse deiner Überlegungen am besten zusammen? Unsere Vorschläge für dich:

 

  1. Mental Map: Deine gedankliche Landkarte für deinen Schauplatz
  2. Ein ausführlicher Steckbrief mit all den Details deines Schauplatzes
  3. Ein Moodboard (z.B. in Form einer Pinnwand) mit Bildern, Hinweisen, etc.
  4. Ein Fließtext mit der Beschreibung des Schauplatzes

Um herauszufinden, welche Methode, die Richtige für dich ist, solltest du die Methoden ausprobieren und jeweils das Beste aus ihnen für deine Arbeit herausziehen. Du kannst natürlich auch deine eigene Methode erarbeiten. Wir empfehlen dir einen detailreichen Steckbrief mit allen Details und Begebenheiten deines Schauplatzes.

WICHTIG: Es gibt nicht „die EINE Methode zur Gestaltung deines Schauplatzes“ – Wir unterstützen dich gerne dabei, deinen Plot auszuarbeiten und mit dir herauszufinden, was das Richtige für dich ist.

Schauplatzcharakterisierung – Was muss ich über den Schauplatz wissen?

Nun widmen wir uns den Details. Dazu kannst du dir zum Beispiel folgende Fragen stellen:

  • Welche Rolle/Funktion erfüllt der Schauplatz?
  • Wie alt der Ort? Seit wann gibt es ihn?
  • Welche Hintergrundgeschichte bringt der Schauplatz mit?
  • Wie entwickelt sich der Platz im Verlauf deiner Geschichte?

Schauplätze im Szenenplan

Wo zeigst du nun, was deine Schauplätze sind? An welchen Stellen ist dies sinnvoll? Du kannst den Schauplatz deines Romans in

  • im Erzählerstil und in Beschreibungen (Wie sieht die Umgebung aus?)
  • anhand der Architektur deines Schauplatzes
  • in spannenden Situationen (wie passiert mit dem Schauplatz in jener Situation?)
  • anhand von sichtbaren Details
  • anhand von Erzählungen (Wie sprechen andere über diesen Platz? Wie spricht der Erzähler deines Romans über diese Figur?)
  • in Gedanken und inneren Monologen (wie und was nimmt die Figur beim Schauplatz wahr?)

zeigen und verdeutlichen. Es gibt sicherlich noch weitere Varianten, die Schauplätze deines Romans vorzustellen. Wichtig ist nur, dass du den Schauplatz beim  ersten Auftritt vorstellst: Mit einer ordentlichen Schauplatzeinführung. Wir wollen der Leserin/dem Leser zwar nicht alles verraten, doch ein paar grundlegende Informationen sind wichtig, damit deine Leser*innen sich ein Bild machen können. Denn die Funktion und Rolle der Schauplätze sind für die Szene bedeutend: Baue die Vorstellung und die Auftritte deiner Schauplätze geschickt in die Handlung ein (z.B. mithilfe von Show don’t tell) und lasse jeden Auftritt eine Funktion haben, die das Geschehen deines Romans vorantreibt. Informationen, die nicht relevant sind, langweilen deine Leser*innen, nehmen deinem Roman die Spannung und gehören gelöscht.

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Die 3 wichtigsten Fragen für deine Schauplätze:

Du möchtest die Vollständigkeit deiner Schauplätze überprüfen? Beachte dabei diese drei Punkte, um nichts auszulassen:

  1. Hast du dir ein geografisches Bild des Schauplatzes gemacht, damit du (und deine Leser*innen) nicht verwirrt von der Anatomie des Raumes sind?
  2. Verfügt der Schauplatz über „ausreichend Details und Information“, um in deiner Geschichte zu spielen?
  3. Sind die Funktionen und Rollen des Schauplatzes durchdacht?

Wir gehen individuell auf deine Bedürfnisse ein. Dabei spielt es keine Rolle, ob du bereits deine ersten Erfahrungen gemacht hast oder einfach nur Aufgaben abgeben möchtest, um dich wieder mehr deiner Passion, dem Schreiben, widmen zu können.

UNSER FAZIT

Schauplätze bieten den Boden, auf dem eine Geschichte spielt. Manchmal verraten sie uns etwas über die Handlung, wertvolle Details, unverzichtbare Informationen. Damit treiben sie unsere Geschichte voran. Wie du zu deinen Schauplätzen kommst und diese plottest, bleibt dir überlassen. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, mithilfe eines Schauplatzes, der viel hergibt, Action in deinen Roman einzubauen. Lass deine Schauplätze Spielfläche und Plattform allen möglichen Handelns deiner Figuren sein. Daher ist es für dich als Autor*in wichtig, den für dich individuellen und richtigen Weg zu finden, mit dem du dein bestes Schreibpotenzial entfalten kannst. Dabei können wir dich gerne unterstützen.

Wir hoffen, wir konnten dir ein paar Tipps für die Gestaltung deiner Schauplätze in deinem Roman geben.

– Dein Indie Success Team

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Du möchtest deine Schauplätze anschaulich und detailreich beschreiben? Was brauche ich, um meinen Schauplatz zu beschreiben? Wir haben 10 Tipps für dich!
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